Termine und Archiv

Hier sind besondere Termine, wie unsere Filmveranstaltungen, Vorträge, Führungen, Auftritte usw. gelistet. Zuoberst der nächste Termin. Sobald ein Termin vorbei ist, verschieben wir ihn in das Archiv (zu finden gleich unter den zukünftigen Terminen. - Einfach, oder?!)

Die regelmäßigen Treffen (an jedem 3. Dienstag im Monat, 19.30 Uhr, im "Z" Rosenheim) sind hier nicht extra aufgeführt.

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Im Februar werben wir für folgendes, siehe unten:

2.2.: Dokumentarfilm "Was kostet die Welt?" über Privatisierung und Steueroasen. 19 Uhr, Z Rosenheim.

4.2.: Buchvorstellung: "Das Märchen vom grünen Wachstum". 19 Uhr, Z Rosenheim.

14.2.: Fridays for Future / Fridays for Rosenheim - Demo: 14 Uhr, Mangfallpark Süd.

Sonntag, 2.2.20, 19 Uhr: "Was ko$tet die Welt?" Dokumentarfilm über die "Chronik einer feindlichen Übernahme": den Versuch zweier Milliardäre, eine kleine englische Insel gegen den Willen von Einwohnern und Inselparlament zu "kaufen".

"Was ko$tet die Welt?" von Bettina Borgfeld, aus dem Jahr 2018. Eine Veranstaltung im Rosenheimer "Z", Innstr. 45a, von Attac Rosenheim und den Naturfreunden Rosenheim, mit Unterstützung des Kurt Eisner Vereins. Eintritt frei, gern kann gespendet werden.

2007 war es vorbei mit Frieden und Sicherheit auf der kleinen englischen Insel Sark. Zwei britische Milliardäre, die Brüder David und Frederick Barclay, interessierten sich für die Insel und kündigten "Investitionen" an. Ein Luxusresort, sagten sie, solle aus Sark werden – aber das ist die Insel bis heute nicht. Die Barclays kauften vielen Einwohnern ihr Land ab und überschrieben es auf die Virgin Islands – eine Steueroase. Warum? Sollte aus Sark auch eine Steueroase werden? Ein britisches Monaco?

Dem ging die deutsche Regisseurin Bettina Borgfeld nach: "Das hat mich interessiert, dass zwei Leute so präsent sind und diese ganze Insel verändern und in allen Köpfen der Leute drin sind. Als ich da angefangen habe zu drehen – jedes Gespräch handelte irgendwie um die Barclays. Aber gesehen hat sie kaum jemand."

Die Insel Sark gehört der britischen Krone. Hier zahlt man fast keine Steuern. Weder britische, noch EU-Gesetze gelten hier. Diese Insel ist außen vor und doch mittendrin: in der Business-Welt zwischen Paris und London.

Wer ist auf der Seite der Milliardäre und wer nicht? Geld spaltet oft – so auch auf Sark ?

Der Statthalter der Barclay Brüder kaufte nicht nur Immobilien, er gab auch den Sark-Newsletter heraus. Eine Zeitung, die über Leute Lügen verbreitete, sie diffamierte, die Inselbewohner gegeneinander aufhetzte und Sark mit der Nazidiktatur verglich. Auch die Filmemacherin Bettina Borgfeld wurde von der Zeitung ins Visier genommen, denn Borgfeld hat die Inselbewohner vier Jahre lang begleitet. So gelingt es ihr, die Zuschauer hautnah teilnehmen zu lassen an dem Alptraum, der sich über Sark legte. Die Barclay-Brüder hatten Sark nicht nur ökonomisch im Griff – sie säten Angst und Verdächtigungen zwischen den Inselbewohnern. Der alte Zusammenhalt wurde zerstört.

In London findet die Regisseurin Wirtschaftsexperten, die sehr genau wissen, warum die Barclay-Brüder bereit sind, jeden menschlichen und finanziellen Preis zu zahlen, um ihre Ziele zu erreichen.

John Christensen ist Mitbegründer des "Tax Justice Network". Er sagt: "Diese Leute agieren nach anderen Gesetzen, sie nutzen Steueroasen, um Gesetze für ihre Zwecke maßschneidern zu lassen. Sie umgehen damit das Steuersystem und die rechtlichen Richtlinien, die normale Demokratien aufstellen, um sich vor räuberischen Machenschaften zu schützen."

Eine Parabel auf das, was in der globalen Ökonomie passiert.

Noch ist der Krieg der Barclay-Brüder gegen Sark in vollem Gange. Dieser Film erzählt mehr als nur die Geschichte einer Insel – er ist eine düstere Parabel auf das, was in der globalen Ökonomie läuft: Die Errichtung von plutokratischen Verhältnissen: Die Besitzenden versuchen die Machtübernahme. "Sark ist ein Mikrokosmos. Und auf dieser Insel passiert, so sehe ich es, auf engstem Raum, in kürzester Zeit, was sonst bei uns auf dem Globus passiert und was sonst bei uns Jahrzehnte dauert", sagt Borgfeld.

Am Sonntag, dem 2. Februar, um 19 Uhr, im Rosenheimer "Z", Innstr. 45a. Eine Veranstaltung von Attac Rosenheim und den Naturfreunden Rosenheim mit Unterstützung des Kurt Eisner Vereins. Eintritt frei, gern kann gespendet werden.

Gern sendet Attac Rosenheim Ihnen das ausführliche Presseheft zum Film. Bitte E-mail an attac-rosenheim@web.de.

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Dienstag, 4.2.20, 19 Uhr: "Das Märchen vom grünen Wachstum". Buchpräsentation mit Bruno Kern.

„Das Märchen vom grünen Wachstum“

Buchvorstellung mit dem Autor Bruno Kern bei Attac und den NaturFreunden

An diesem Abend präsentiert der Philosoph, Autor und Ökosozialist Bruno Kern in Rosenheim sein neues Buch, in dem er mit dem „Märchen vom grünen Wachstum“ aufräumt. Auf Initiative von Attac Rosenheim und den Naturfreunden Rosenheim stellt er im linken Zentrum „Z“ die Frage, die für ihn eigentlich wichtig ist: „Wie schaffen wir eine solidarische Gesellschaft auf einer wesentlich schmaleren materiellen Ressourcenbasis?“

Weil Bruno Kern dabei auch mit Umweltverbänden, Ökoinstituten, Bürgerbewegungen, grünen und anderen Parteien hart ins Gericht geht, entstehen bei seinen Vorträgen schnell lebhafte Diskussionen. Seiner Meinung nach setzen zu viele dieser Gruppen auf ein routiniertes „Weiter so“, wenn sie nach Lösungen für die aktuellen Krisen suchen.

Denn die weit verbreitete ökoliberale Ideologie vom „grünen Wachstum“, die behauptet, dass sich das kapitalistische Wirtschaftswachstum vom Energie- und Ressourcenverbrauch entkoppeln ließe, ist für Kern nur ein Märchen. Es soll von dem eigentlichen Gebot der Stunde ablenken, das lautet: Industrielle Abrüstung und weniger Verbrauch sind nötig, statt weiter nach Profit um jeden Preis zu streben. Dabei stellt er nicht nur den Kapitalismus mit seinen eingeschriebenen Verwertungszwängen infrage, sondern die Industriegesellschaft selbst.

Bruno Kern, Dr. theol., geb. 1958 in Wien, studierte Theologie und Philosophie und ist examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Er arbeitet zurzeit als selbstständiger Lektor, Übersetzer und Autor in Mainz. Bruno Kern ist Gründungsmitglied des Netzwerks Ökosozialismus.

Die Buchpräsentation findet statt im „Z“, dem „Linken Zentrum in Selbstverwaltung“, Innstr. 45a, Rosenheim. Beginn: 19 Uhr. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

 

Infos zu Bruno Kern:

https://rotpunktverlag.ch/autoren/bruno-kern :
Bruno Kern, geboren 1958 in Wien, studierte Theologie und Philosophie in Wien, Fribourg, München und Bonn. Er promovierte mit einer Studie über die Marxismusrezeption in der Theologie der Befreiung. Zurzeit arbeitet er als selbstständiger Lektor, Übersetzer und Autor in Mainz. Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied der Initiative Ökosozialismus (2004) und des Netzwerks Ökosozialismus (2018) (www.oekosozialismus.net).

Zum Buch „Das Märchen vom grünen Wachstum – Plädoyer für eine solidarische und nachhaltige Gesellschaft“: https://rotpunktverlag.ch/buecher/das-marchen-vom-grunen-wachstum mit der Möglichkeit „Blick ins Buch“. 240 Seiten; August 2019; EUR 13,00 broschiert.

Der Verlag schreibt:

»Klimaschutz ist eine Menschheitsaufgabe, und uns fällt nichts anderes ein als Marktlösungen.« Äußerst treffsicher hat der Ökonom Elmar Altvater unsere hilflose Reaktion auf die wohl größte Herausforderung unserer Zeit formuliert.

Denn nicht nur die etablierte Politik, auch ein Großteil der Ökoszene setzt auf ein routiniertes »Weiter so«. Mithilfe erneuerbarer Energien und stetiger Innovation soll unsere Wirtschaft immer weiter wachsen – ökologisch nachhaltig natürlich.

Bruno Kern entlarvt diese Illusion gründlich. Dabei stellt er nicht nur den Kapitalismus mit seinen eingeschriebenen Verwertungszwängen infrage, sondern die Industriegesellschaft selbst! Industrielle Abrüstung lautet das Gebot der Stunde; weniger Verbrauch statt Profit um jeden Preis.

Das weit verbreitete Märchen vom »grünen Wachstum«, das uns einreden will, es gäbe eine »Entkoppelung« von Wirtschafswachstum und Ressourcen- bzw. Energieverbrauch, dient letztlich nur dem Zweck, der eigentlichen politischen Herausforderung auszuweichen. Nämlich der Frage: Wie schaffen wir eine solidarische Gesellschaft, die bereit ist, mit wesentlich weniger materiellen Ressourcen auszukommen?

Diskussionsbeitrag Attac Rosenheim:

„Die technischen Lösungen sind ja alle vorhanden, setzt sie doch einfach
um!“ So hört man es von manchen Umweltverbänden, Ökoinstituten, auch
auf „Fridays for Future“ – Demos. Die Parteien, sogar die Bündnisgrünen, verbreiten, dass mit Effizienztechniken, raschem Ausbau erneuerbarer Energien, mit E-Autos statt Verbrennern etc. im Grunde alles so weitergehen kann wie bisher.

Diese ökoliberale Ideologie vom „grünen Wachstum“, die behauptet, dass sich das kapitalistische Wirtschaftswachstum vom Energie- und Ressourcenverbrauch entkoppeln ließe, soll uns ablenken von der eigentlich wichtigen politischen Frage: Wie schaffen wir eine solidarische Gesellschaft auf einer wesentlich schmaleren materiellen Ressourcenbasis?

Da steht immer ganz groß das Wort „Verlust“ im Raum.

Aber: Was gewinnen wir dadurch? Stellen Sie sich die Innenstädte ohne
Autos vor: wieviel gute Luft, wieviel freien Platz würden wir gewinnen.
Eine deindustrialisierte Landwirtschaft mit frischen, regionalen
Produkten, die nicht um die halbe Welt bewegt werden, um in Plastik
verpackt in unseren Supermärkten zu liegen, voller Keime.

Das würde auch ein weiteres Problem lösen helfen: der Verkehr! Wir haben in der
Region das Thema „Brennerbasistunnel“: Dabei sollen die Bürger*innen mit dem Slogan „Sie wollen doch auch den Güterverkehr von der Straße auf die Bahn?!“ geködert
werden. Aber wir wollen deutlich weniger Güterverkehr, weniger Produkte,
die durch Europa reisen, weder per Bahn, noch per LKW oder gar Flugzeug. Wir werden
unseren Energieverbrauch verringern müssen, soll der Planet Erde auch für
künftige Generationen lebenswert bleiben.

Der Ökosozialist Bruno Kern zeigt in seinem Buch, dass ökologische Nachhaltigkeit den Kapitalismus und Industrialismus gleichermaßen infrage stellt. Zusammenhänge die auch z.B. bei den Aktionen von „Fridays für Future“ immer mehr hergestellt werden.

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Hier noch einige Debattenbeiträge zur Sozial-ökologischen Transformation, zusammengestellt von einem Mitglied von Attac München, sowie eine Werbung für eine Veranstaltung dort:

Der eindringlich warnende, aber letztlich optimistische Auftritt von Naomi Klein vom Dezember 2019 in Berlin ist sehenswert (Video A). Der anschließende Blätter-Beitrag von Naomi Klein basiert auf ihrem jüngsten Buch „Warum nur ein Green New Deal unseren Planeten retten kann“, das soeben im Hoffmann und Campe Verlag erschienen ist. Sie stellt ihre Erzählung in neun Gründen zur Diskussion (TEXT B). Bruno Kern, der Autor des Buches „Märchen vom grünen Wachstum“,  setzt sich in seinem Beitrag in der SoZ 1/2020, S.13, aus einer ökosozialistischen Sicht kritisch mit den Annahmen und Hoffnungen eines Green New Deal auseinander (TEXT C). Die Stärken und einige Schwächen dieses Buches von Bruno Kern werden ausführlich von Sergen Canoglu in der „Freiheitsliebe“ rezensiert (TEXT D). Schließlich folgt noch das Verzeichnis aller Artikel zum Schwerpunkt der Januar-Ausgabe der Sozialistischen Zeitung SoZ (TEXT E). – Unten, nach der Einladung zur Podiumsdiskussion:

Attac-Palaver: Attac diskutiert den Green New Deal

– Montag, 27. Januar 2020 um 19:30 Uhr im EineWeltHaus (Saal im 2. Stock), Schwanthalerstr. 80, München
– mit Öffentl. Verkehrsmitteln: U4/U5 Theresienwiese (Ausgang Paulskirche)

Bernie Sanders (USA), Jeremy Corbin (GB), die Grünen, Die Linke, Diem 25 und jetzt auch die EU legen ehrgeizige Pläne vor für eine CO2-neutrale Zukunft, für einen Green New Deal. Wie beherzt sind sie? Wie unterscheiden sie sich? Sind sie nur etwas grünere Konjunkturprogramme und im Prinzip doch nur ein Weiter-so mit Wirtschaftswachstum und Finanzkapitalismus? Wird auf diesem Weg gar die Atomkraft reanimiert? Oder können wir auf eine ökologische Umkehr hoffen? Wir diskutieren Hoffnungen und Befürchtungen.

Referenten: Attac-AktivistInnen: Henning Ludwig, Raul Claro, Helmut Selinger, Young Yin Choi und Renate Börger

Eintritt frei, Spende willkommen“.

https://www.einewelthaus.de/events/attac-palaver-attac-diskutiert-den-green-new-deal/

Video A:

Naomi Klein – Willy Brandt Lecture 2019

Willy Brandt Lecture 2019 von Naomi Klein (12. Dezember)

Forum Berlin Video

https://willy-brandt.de/aktuelles/audio-video/naomi-klein-willy-brandt-lecture-2019

(Auszug in deutscher Übersetzung: der Freitag Nr. 52/01 vom 27.Dezember 2019, S. 21ffJ

TEXT B:

Naomi Klein: Radikal machbar: Neun Gründe für einen Green New Deal

(Der Beitrag basiert auf

„[…] Aus den verschiedensten Winkeln der Vereinigten Staaten und der ganzen Welt ertönte die Aufforderung an die Regierungen, der Klimakrise mit einem radikalen Green New Deal zu begegnen. Der Gedanke ist ganz einfach: Im Prozess der Transformation unserer gesellschaftlichen Infrastruktur in dem Tempo und Ausmaß, wie es die Wissenschaft verlangt, hat die Menschheit die Jahrhundertchance, sich von einem Wirtschaftsmodell zu verabschieden, das die allermeisten Menschen in den verschiedensten Bereichen benachteiligt. Was unseren Planeten zerstört, zerstört auch die Lebensqualität der Menschen in vielerlei anderer Hinsicht – von der Stagnation des Lohn- niveaus über krasse Ungleichheit und den Zerfall der öffentlichen Versorgung.

Die Lösung dieser tieferliegenden Probleme bietet uns zugleich die Chance, mehrere miteinander verflochtene Krisen mit einem Schlag zu beenden. Mit der Bewältigung der Klimakrise können wir hunderte Millionen guter Arbeitsplätze auf der ganzen Welt schaffen, in systematisch abgehängte Gemeinden und Länder investieren, die Versorgung von Kranken und Kindern absichern und vieles mehr. Durch diesen Wandel würden Volkswirtschaften entstehen, die die lebenserhaltenden Systeme der Erde schützen und erneuern und zugleich die Menschen respektieren und stützen, die von ihnen abhängig sind. Im Hinblick auf die Dimensionen, wenn auch nicht in allen Einzelheiten, bezieht das Konzept des Green New Deal seine Inspiration aus Franklin D. Roosevelts New Deal, der mit einem bunten Strauß politischer Maßnahmen und öffentlicher Investitionen auf das Elend und den Zusammenbruch während der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre reagierte. Damals wurden Gesetze zur Sozialversicherung und zum Mindestlohn, zur Zerschlagung von Banken, zur Elektrifizierung der ländlichen Gebiete und zum Sozialwohnungsbau in den Städten erlassen, mehr als zwei Milliarden Bäume gepflanzt und Bodenschutzprogramme in der von Staubstürmen verheerten Dust Bowl aufgelegt.[…]

Blätter 12/2019, S. 67-77(pdf)

TEXT C:

Bruno Kern: Weder neu noch grün. Die Ideologie des „Green New Deal“

in SoZ 1/Januar 2020, S.13

«Wer keinen Begriff von der kapita­listischen Gesellschaft hat und diese implizit als das höchste Stadium einer natürlich sich vollziehenden Menschheitsentwicklung versteht, die oder der hat der Krise wenig mehr als rein technische und marktförmige Lösungen entgegenzusetzen.»
Markus Wissen, der Berliner Sozialwissenschaftler, hat vor kurzem mit diesem prägnanten Satz den ideologischen Gehalt des sog. «Green New Deal» (GND) treffsicher entlarvt.

GND ist inzwischen zu einem tagespolitischen Modewort verkommen, dessen genauer Gehalt nicht immer klar auszumachen ist. Explizit oder unausgesprochen bildet er die Grundannahme eines breiten Spektrums politischer Akteure: vom Institut Solidarische Moderne bis zu den Grünen. Immerhin lassen sich aber folgende Grundüberzeugungen herausschälen, die mit diesem Schlagwort untrennbar verbunden sind:

  1. Das zur Aufrechterhaltung der ökonomischen Stabilität für notwendig befundene Wachstum lässt sich in genügendem Maße vom Energie- und Ressourcenverbrauch entkoppeln.
  2. Allein sog. «marktkonforme» Instrumente kommen für den ökologischen Umbau in Frage.
  3. Die Wahl des Begriffs deutet darauf hin, dass der GND eine Renaissance alter keynesianischer Rezepte der Krisenbewältigung darstellt, die man nun schlicht mit dem Präfix «Öko» versieht. Sehen wir näher zu.
  4.  
  5. Keine Entkoppelung
    Die «Entkoppelungsthese» hält keiner näheren empirischen Überprüfung stand. Erneuerbare Energien sind nicht unerschöpflich, haben ein begrenztes Potenzial und werden aufgrund der geringeren Energiedichte nie die noch vorhandenen fossilen Quellen ersetzen können. Effizienzsteigerungen unterliegen dem Gesetz des abnehmenden Ertragszuwachses; d.h. die Effizienzgewinne vergangener Jahrzehnte sind nicht einfach in die Zukunft hinein zu extrapolieren.[…]
  6.  
  7. Der Markt kann es nicht
    «Der Klimawandel ist eine Menschheitsaufgabe, und uns fällt nichts anderes ein als Marktlösungen.» In diesem Satz Elmar Altvaters schwingt Resignation und Verzweiflung mit. Eine «intelligente Ausnutzung der Marktgesetze» gilt als der Königsweg des ökologischen Umbaus. Fridays for Future sind dieser allgemeinen Stimmung ebenso aufgesessen wie das renommierte Potsdam Institut. Man könnte eine Reihe von Gründen dafür anführen, warum dessen Instrumente, insbesondere die CO2-Steuer, letztlich wirkungslos bleiben müssen. […]
  8.  
  9. Keynes auch nicht
    Der GND knüpft bewusst an Franklin Roosevelts Versuch an, die Systemkrise in keynesianischer Manier zu bewältigen. Unabhängig von der historischen Bewertung gilt: Eine solche Strategie funktioniert, wenn überhaupt, nur, wenn es brachliegende Wachstumspotenziale zu aktivieren gibt. Aus rein stofflichen, ökologischen Gründen ist uns dieser Weg aber versperrt. Alle politischen Programme, die unter dem Schlagwort «Ökokeynesianismus» aufgelegt werden, müssen sich die Frage nach dem «materiellen Reboundeffekt» gefallen lassen.[…]
  10.  
  11. https://www.sozonline.de/2020/01/die-ideologie-des-green-new-deal [BrunoKern]

TEXT D: Rezension aus der „Freiheitsliebe“ vom 19.September 2019 von Sergen Canoglu:

„Das neue Buch von Bruno Kern „Das Märchen vom Grünen Wachstum“ erweist sich als gut recherchiert und voll von einem breit gefüllten Fachwissen. Formen eines grünen Kapitalismus lehnt er mit guten sowie anschaulichen Argumenten ab und plädiert stattdessen für eine ökosozialistische Gesellschaft. Jedoch finden sich auch ein paar problematische Schlussfolgerungen, die sich vor allem am Ende des Werkes wiederfinden. […]

In seinem Buch wird schnell klar, dass er die kapitalistische Produktionsweise und die Konsumweise des globalen Nordens als die zentralen Problematiken des Klimawandels feststellt. Damit reiht Bruno Kern sich in die inhaltliche Tradition des im letzten Jahr erschienen Buches der ,,Imperialen Lebensweise“ von Ulrich Brand und Markus Wissen ein, auf die er in seinem Werk auch häufig verweist. Allerdings unterscheidet er sich zu den beiden genannten Autoren, indem er klarer den globalen Kapitalismus für die Klimazerstörung verantwortlich macht, sowie eine konkretere Alternative zum heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem formuliert: Den Ökosozialismus. Zentral sticht in seinem Buch seine These heraus, dass der Energie- und Ressourcenverbrauch auf der Welt (vor allem in den Industrienationen) deutlich zu hoch ist und keine Entkoppelung von Wachstum und Verbrauch möglich sei. Dadurch schließt er reformorientierte Ansätze eines Kapitalismus aus, da sie diesen hauptsächlichen Widerspruch nicht lösen können und viele Ideen von grünliberalen Parteien und Denkern nur eine Rekonstruktion dieses Wirtschaftswachstums anstreben würden.[…]“

https://diefreiheitsliebe.de/politik/bruno-kern-das-maerchen-vom-wachstum

TEXT E:

Schwerpunkt Green New Deal

Green New Deal in Deutschland und in den USA, von ak [Angela Klein]

New Deal weder neu noch grün, von Bruno Kern

Diskussion zum Green New Deal in den USA, von Angela Klein

Für ökosozialistischen Green New Deal, von Howie Hawkins

Klima & Ökologie

Freispruch für Klima-Aktive, von Hanno Raussendorf

Bauer kann Klimaschutz, Gespräch mit Elisabeth Fresen

Lichtverschmutzung. Mach dunkel!, von Rolf Euler  

https://www.sozonline.de/2020/01/gruen-sticht-nicht Angela Klein [ zusätzlich eingefügt. R.E.]

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Freitag, 14.2.20, 14:00 im Mangfallpark Süd: Klimastreik in Rosenheim!
Veranstalter: Fridays for Rosenheim.

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Das ARCHIV beginnt hier. Abgelaufene Termine bitte oben ausschneiden und hier einfügen. Der älteste Termin ganz unten, der neueste oben. Bitte Einträge unbedingt datieren, auch mit Jahresangaben (!).

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ARCHIV:

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22.10.19: Klettern im Kampf gegen den Klimawandel - Attac Rosenheim lädt zur Lesung mit Kletteraktivistin Cécile Lecomte

„Kommen Sie da runter!“ – das ist der Satz, den die in Deutschland lebende französische Aktivistin Cécile Lecomte bei ihren politischen Aktionen am häufigsten hört. Er wird von der Polizei ausgesprochen und zeigt zugleich deren Verwirrung und Ohnmacht, wenn sie den Bütteln des Atomstaats mit unzähligen Kletteraktionen auf der Nase herumtanzt.
In ihren Kurzgeschichten erzählt die als „Eichhörnchen“ bekannte Kletteraktivistin von ihren oft spektakulären Aktionen. Sie praktiziert zivilen Ungehorsam für eine Welt ohne Agro-Gentechnik, Atomprojekte, Klimakiller, Kriege und Rassismus. Aktionsbilder begleiten diese Reise in ein aktivistisches Leben. Auf Einladung von Attac Rosenheim findet die Lesung statt im "Z" Rosenheim, dem Linken Zentrum in Selbstverwaltung, Innstr. 45a, am Dienstag, 22.10., um 19 Uhr. Im Anschluss: Frage­- und Diskussionsrunde.

Weitere Infos: eichhoernchen.ouvaton.org

Weitere Fotos: eichhoernchen.ouvaton.org/galerie.html

Fr., 27.9., 19 Uhr: "Wohnen ist ein Menschenrecht". Vortrag und Gespräch.

Attac Rosenheim erörtert die Krise auf dem Wohnungssektor.

Es referiert Helmut Türk-Berkhan von Attac Rosenheim zum Thema „Wohnen ist ein Menschenrecht“. Im „Z“ Rosenheim, Innstr. 45a, analysiert er Entwicklungen im Wohnungsbau, die das grundlegende menschliche Recht auf bezahlbarem Wohnraum in den letzten Jahren eingeschränkt haben, auch in Rosenheim. Dabei nennt er Alternativen und Handlungsoptionen. Die Diskussionsveranstaltung ist Teil der Reihe „Wie wollen wir wohnen? – Neue Ideen für die Stadt“ des Sozialforums Rosenheim.

Das Netzwerk Attac arbeitet seit 20 Jahren gegen Kommerzialisierung und Privatisierung im Bereich der Daseinsfürsorge. Für uns von Attac ist auch im Bereich „Wohnen“ eine gerechte, aktiv gestaltete Politik im Interesse der breiten Bevölkerung möglich. Doch es braucht politischen Willen, um Maßnahmen wie Mietpreisbremse, Bodenreformen, Reform der Grundsteuer, Enteignung großer privater Immobiliengesellschaften und kommunale Festlegungen für preisgedämpfte Mietwohnungen durchzusetzen.

Helmut Türk-Berkhan ist Mitbegründer von Attac Rosenheim und des Sozialforums Rosenheim, er war Sozialarbeiter und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Themen der Gerechtigkeit, Armut und Reichtum.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Hier das Buch zum Vortrag: https://shop.attac.de/basistext-52-wohnen-ist-menschenrecht?number=59330

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Di., 24.9.19, 19 Uhr:

Wir freuen uns, dass "Ende Gelände" bei Attac Rosenheim zu Gast ist. Passend zur Klimaaktionswoche vom 20.9. bis 27.9. - Hier unsere Pressemeldung:

Machtlos im Klimawandel?

Attac Rosenheim präsentiert Aktivismus für den Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit

Die Initiative „Ende Gelände“ kämpft gegen die Klimakatastrophe. Auf welche Weise, davon berichtet die Aktivistin Sina Reisch, auf Einladung von Attac Rosenheim, am 24.9., um 19 Uhr im „Z“ Rosenheim, Innstr. 45a. Der Eintritt ist frei.

Den Kohleausstieg vorantreiben und selbst in die Hand nehmen, das wollen die Aktiven von „Ende Gelände“. Dazu blockiert das europaweite Bündnis die Infrastruktur der Kohleindustrie, in Massenaktionen des zivilen Ungehorsams. Der Hambacher Wald ist hier zum Symbol des Kampfes gegen den Kohletagebau geworden.

Zu Gast bei Attac Rosenheim ist Sina Reisch, die Pressesprecherin des Bündnisses, das seit seinem Bestehen wegen seiner Aktionsformen umstritten ist. Sie beantwortet Fragen, wieso ziviler Ungehorsam das Mittel der Wahl ist, wie sich die Kampagne seit 2015 entwickelt hat, welche Analyse und Organisation das Bündnis hat.

Ob bei Förderung, Transport oder Verbrennung, der Kohletagebau zerstört die Landschaft, lässt Dörfer abreißen, Menschen zwangsumsiedeln, senkt den Grundwasserspiegel und heizt das Klima an. Aber der Umgang mit Kohle ist laut „Ende Gelände“ nur ein Symptom für ein falsches System: Ohne die Überwindung des Kapitalismus, seines Wachstumszwangs und seiner Ausbeutungsmechanismen, sei weder eine ernstzunehmende Bekämpfung der Klimakrise noch globale soziale Gerechtigkeit möglich.

Nötig sei eine basisdemokratische und dezentrale Energiewende, in der Menschen über Verbrauch und Produktion selbst entscheiden. Nur ein tiefgreifender sozial-ökologischer Wandel könne ein gutes Leben für alle erreichen: „Globale Klimagerechtigkeit bedeutet, dass Deutschland sofort aus der Kohle aussteigt“, sagt „Ende Gelände“.

Der Eintritt ist frei, die Organisationen freuen sich über Spenden, von der ihre Arbeit abhängt.

Informationen zu „Ende Gelände“: https://www.ende-gelaende.org/de/

Fotos und Videos: https://www.ende-gelaende.org/de/foto-und-video/

oder gleich auf: https://www.flickr.com/photos/133937251@N05/48126025127/in/album-72157709245704068/
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Mi., 24.04.19, 19.30 Uhr:

"Demokratie für morgen – eine Roadmap zur Rettung der Welt“ von Karl-Martin Hentschel

Buchvorstellung von Attac Rosenheim im Rahmen der EU-Wahlen im Mai

Am Mittwoch, dem 24. April um 19.30 Uhr, im Z, dem linken Zentrum in Rosenheim (Innstr. 45a) wird Karl-Martin Hentschel entlang seines neuen Buches „Demokratie für morgen – Roadmap zur Rettung der Welt“ eine Analyse gegenwärtiger Verhältnisse in Europa vornehmen und einige bereits vorhandene Alternativen vorstellen.

Wie ist wirkliche Demokratie möglich – gerade und auch in Europa? Wie könnte die politische Verfassung einer EU aussehen, die von den Bürgerinnen und Bürgern und nicht den Regierungen, großen Unternehmen und Banken regiert wird?

Karl-Martin Hentschel ist ein „Urgestein“ der Attac-Bewegung, er war Landtagsabgeordneter der Grünen in Schleswig-Holstein, er ist Mitglied im Bundesvorstand des Vereins „Mehr Demokratie“ und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Themen des sozialökologischen Umbaus und der Notwendigkeit, dies jetzt zu tun – es wird also ein spannender Gesprächs- und Diskussionsabend.

Der Eintritt ist frei, auf Spenden freuen wir uns!

Zum Buch: https://theorieblog.attac.de/wp-content/uploads/kalins-pdf/singles/demokratie-fuer-morgen-roadmap-zur-rettung-der-welt-mit-einem-konkreten-entwurf-fuer-ein-gerechtes-europa.pdf

ATTAC Rosenheim trifft sich jeden dritten Dienstag um 19.30 Uhr im Z . Kontakt gerne auch:  info@attac-rosenheim.de

V.i.S.d.P.: Attac Rosenheim c/o Helmut Türk-Berkhan, Carl-Orff-Str. 30, 83024 Rosenheim

Infos: 0162-528 2531.

 

 

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Sonntag, 03. Februar 2019, 19 Uhr, im "Z", dem linken Zentrum Rosenheim:

In Zusammenarbeit mit der "marxistischen linken" zeigen wir den besonderen

Dokumentarfilm:     "WeilOisIrgendwiaZamhängd".

Besonders, weil er nicht "von oben", von einer sog. "professionellen" Filmproduktion, oder einem TV-Sender produziert wurde, sondern vom Agrarbündnis BGL/TS. Das Bündnis organisierte professionelle Filmemacher, aber was Budget, auftretende Personen und Schauplätze anbelangt, so ist es ein Film von unseren unmittelbaren Nachbarn.

Das Team reiste 18 Monate lang durch den Chiemgau und Rupertiwinkel. Über anderthalb Stunden zeigt der Wonneberger Regisseur Erwin Mertl Landwirte, Gärtner, Imker, Bäcker oder Direktvermarkter aus dieser Gegend. Die Reise geht zu einem runden Dutzend von Höfen: Moderator Schorsch Planthaler schaute unter anderem in Fridolfing, Teisendorf, Chieming, Taching oder auf dem Traunsteiner Bauernmarkt vorbei.

Das Agrarbündnis BGL/TS will mit diesem Film den Bauern und Bäuerinnen Unterstützung entgegenbringen, der Bevölkerung einen Anstoß zum Nachdenken geben und die Politik zu verantwortungsvollem Handeln bewegen.

„WEILOISIRGENDWIAZAMHÄNGD“ zeigt, dass die immer intensivere Landwirtschaft, unser Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen negative Auswirkungen auf die ganze Welt haben.

Der Film zeigt Menschen in den Landkreisen Berchtesgaden und Traunstein, Vordenker und Visionäre, die unserer Heimat ein Gesicht geben. Dass die derzeitige Landwirtschaft in eine Richtung gelenkt wird, die weder für die Bauern, noch für die Verbraucher gut ist und auf Dauer die natürliche Lebensgrundlage zerstört, darin sind sich die Protagonisten einig. Eine Neuausrichtung der Agrarpolitik sei notwendig - sozial gerecht, bäuerlich, ökologisch und umweltschonend. Auch wir von attac sind dieser Meinung.

Trailer und Infos hier: http://www.weiloisirgendwiazamhaengd.de/

Hier ein Presseartikel: https://www.chiemgau24.de/chiemgau/traunstein/rupertiwinkel-ort712025/chiemgau-rupertiwinkel-film-zeigt-unseren-bauern-schuh-drueckt-weiloisirgendwiazamhaengd-6707516.html

Gezeigt wird der Film am Sonntag, dem 3. Februar 2019, um 19 Uhr, im "Z" Rosenheim, dem linken Zentrum in Selbstverwaltung, Innstraße 45a. Der Eintritt ist frei, Spenden erfreuen die Veranstalter.

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Sonntag, 06. Januar 2019, 19 Uhr, im "Z", dem linken Zentrum Rosenheim:

Attac Rosenheim zeigt: „Der marktgerechte Patient“, einen Dokumentarfilm „von unten“ aus dem Jahr 2018, von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 82 Min.

Thema ist die Ökonomisierung und Inwertsetzung des Gesundheitswesens. „Maximaler Output, minimaler Aufwand, der Patient wird zum Werkstück, die Abläufe werden industriell strukturiert“ (Oberarzt Peter Hoffmann im Film).

Die Öffentlichkeit hört zwar von skandalösen Zustände in den deutsche Krankenhäusern. Dabei fehlt aber meist der Bezug auf eine wesentliche Ursache dieser Zustände: Die seit 2003 verbindliche Vergütung der Krankenhäuser durch sog. „Fallpauschalen“ (jede diagnostizierbare Krankheit hat einen fixen Preis – wer mit möglichst geringen Personal-, Sach- und Organisationskosten den Patienten schnell abfertigt, macht Gewinn – wer sich auf die Patienten einlässt und Tarife zahlt, macht Verlust).

Die Einführung der sog. DRGs (Diagnosis Related Groups) war der radikale Schritt zur kompromisslosen Kommerzialisierung eines Bereichs, der bis dahin vom Gedanken der Empathie und Fürsorge getragen wurde. Seither wird der Mensch dort, wo er am Verletzlichsten ist, nämlich als hilfsbedürftiger Patient, den gnadenlosen Prinzipien von Gewinn und Verlust untergeordnet.

Den Film zeigen wir im „Z“, Innstr. 45a, 83022 Rosenheim. Der Eintritt ist frei.

Infos, Bilder und Medienecho auf:
http://der-marktgerechte-patient.org/index.php/de/

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Fr., 14. Dezember 2018, 19.00 Uhr:

Vortragsabend

"Ernst Toller - sozialistischer Revolutionär und Literat"

Andreas Salomon aus Rosenheim wird das Leben und Wirken eines der bekanntesten Revolutionäre der Bayerischen Räterepublik nachzeichnen. Er wird sichtbar machen, dass Ernst Toller mehr war als ein großer Humanist und Pazifist, ein brillanter Rhetoriker und bedeutender Autor des Expressionismus.

Im 1. Weltkrieg wird er vom Patrioten zum radikalen Pazifisten, verarbeitet seine Erlebnisse in äußerst erfolgreichen Dramen, sucht die Nähe zu Kurt Eisner und wird schließlich Zentralratsvorsitzender der 1. Bayerischen Räterepublik. Nach langen Gefängnisjahren wird Toller zum gefragten Redner, warnt in weltweiten Reisen eindringlich und sehr hellsichtig vor dem heraufziehenden Nationalsozialismus und muss schließlich selber ins Exil gehen, wo er schließlich verzweifelt seinem Leben ein Ende setzt.

Am Freitag, dem 14.12.18, 19 Uhr, im „Z“, dem linken Zentrum in Selbstverwaltung, 83022 Rosenheim, Innstraße 45a.

Eine Kooperationsveranstaltung von Attac Rosenheim und der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Rosenheim).

Der Eintritt ist frei, über Spenden freuen wir uns.

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So., 11. November 2018, Abfahrt Bahnhof Rosenheim 9.30 Uhr:

Stadtrundgang gegen das Vergessen – München und der Nationalsozialismus.

Mit Führung durch das NS-Dokumentationszentrum München.

München, die „Hauptstadt der Bewegung“ – ein Ehrentitel? München war die Keimzelle des Nationalsozialismus. Wir wollen uns an Orten des Geschehens mit dieser Geschichte, ihren Ursachen und Hintergründen beschäftigen und dem „Warum“ ein wenig nachspüren.

Die Frage nach dem „Warum“ zeigt uns auch immer wieder mögliche Bezüge zum Erstarken des Rechtspopulismus heute. Die Worte Richard von Weizsäckers sollen uns Mahnung sein: „Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren.“

Termin: Sonntag, 11. November 2018

Abfahrt:        Bahnhof Rosenheim, 9.30 Uhr mit Bayernticket

Rückfahrt:    München, 17:30 Uhr 

Achtung: Der Unkostenbeitrag für Führung und Eintritt wird bezuschusst, so dass für die Teilnehmer*innen nur die Fahrtkosten in Höhe von ca. 10 €  pro Person zu tragen sind. Anmeldung bei Mechthild Kilian: Moderne.Kunst@t-online.de oder 08031/5162.

Maximale Teilnehmer*innenzahl: 25 Personen (wegen Bayernticket). Berücksichtigung nach Eingang der Anmeldung. Bitte angeben, ob ein Bayernticket erwünscht ist und wo der Zustieg erfolgt.

Programm:

Nach der Ankunft um ca. 10.30 Uhr werden wir von der Stadtführerin Mechthild Kilian zu den Stätten des NS-Regimes in München geführt. Der Stadtrundgang dauert ca. 2 Stunden. 
Von 13.00 Uhr bis 14.15 Uhr ist individuelle Mittagspause.

Um 14.30 Uhr beginnt die erste Führung im NS-Dokumentationszentrum (Max-Mannheimer-Platz 1, Nähe Königsplatz). https://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/home/

 Eine Veranstaltung der NaturFreunde Rosenheim e.V., attac Rosenheim und der Stärkenberatung der NaturFreunde Bayern e.V.

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Di., 11. September 2018, 19.00 Uhr: 

Das Finanzkasino schließen! 10 Jahre Finanzkrise: Auslöser, Vorzeichen, Gewinner, Verlierer, Maßnahmen, Macht der Akteure...

Vortrag, Aufruf zum Handeln und Diskussion mit Alfred Eibl (Mitglied im Koordinierungskreis von Attac Deutschland und der Arbeitsgruppe "Finanzmärkte und Steuern").

Im "Z - Linkes Zentrum in Selbstverwaltung", Innstraße 45a, 83022 Rosenheim.

Die Veranstaltung ist kostenlos; anstelle von Eintritt bitten wir um Spenden.

Alle Gäste sind herzlich willkommen. Infos: 0162-528 2531.

Kurz zum Inhalt:

Der Ausbruch der größten globalen Finanz- und Wirtschafskrise seit 1930 jährt sich 2018 zum zehnten Mal. Seither hat die Bedeutung der Finanzmärkte in ihren Macht- und Entscheidungsbefugnissen zugenommen. Forciert wird die Konzentration des Reichtums, ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl.

Die daraus entstehende Ungleichheit zwischen arm und reich hat sich verschärft. Die Märkte versagen, obwohl sie doch, angeblich “von unsichtbarer Hand geleitet“, optimale wirtschaftliche Ergebnisse hervorbringen sollen. Das Markt- und Renditeprinzip hält in immer neue Bereiche Einzug, bewirkt durch Privatisierung und Finanzialisierung.

Was können wir gegen die dadurch erzeugte zunehmende Ungleichheit tun? Welcher Handlungsrahmen lässt sich für uns daraus ableiten?

In unserer Veranstaltung spricht Gastreferent Alfred Eibl (Mitglied im Koordinierungskreis von Attac Deutschland, Arbeitsgruppe Finanzmärkte u. Steuern). Im Anschluss kann zu den Themen diskutiert werden:

  • ·         Auslöser der Krise - war die Krise zu erwarten?
  • ·         Welche Auswirkungen hat die Krise bis heute?
  • ·         Wer waren und sind die Gewinner der Krise?
  • ·         Maßnahmen zur Bewältigung der Krise in den letzten 10 Jahren.
  • ·         Regulierung - Rücknahme von Regulierung.
  • ·         Wettbewerb und Wettbewerbsfähigkeit.
  • ·         Die Macht der Finanzakteure Die Zentralbanken und ihr Einfluss.
  • ·         Der europäische Finanzpolizist: Deutschland.
  • ·         Business as usual – Das Finanzkasino im Vollbetrieb.
  • ·         Lobbyismus, die wahren Entscheidungsabläufe.
  • ·         Steuerhinterziehung.
  • ·         Finanz“beratung“ für Unternehmen und EU.
  • ·         Der Abbau des Sozialstaats, die zunehmende Ungleichheit.
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  • ·         Die Alternativen - Mut zum Handeln.
  • ·         Das Finanzkasino schließen.
  • ·         Vorrang für den ökologischen und sozialen Wandel.
  • ·         Unser Vorgehen. 

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So., 03. Juni 2018, 19.30 Uhr: 

DAS GRÜNE GOLD (Orig.: Dead donkeys fear no hyenas) | Dokumentarfilm | 

Schweden – Deutschland – Finnland / 2016 / 80 Min / OmU / Regie Joakim Demmer

Veranstalter: Juma-Film | Attac Rosenheim  / 

Im "Z", dem "Linken Zentrum in Selbstverwaltung", Innstr. 45a, 83022 Rosenheim 

Ackerland – das neue grüne Gold. Konjunkturmaschine oder Ausverkauf? Weltweit verlangt der globale „Markt“ Agrarflächen: für Cash Crops, Biosprit, Spekulation. Besonders attraktiv ist Äthiopien. Die Regierung erhofft Einnahmen durch ausländische „Investoren“. Weltbank und EU agieren mit; unter dem Label: „Entwicklungshilfe“. Die Folgen: Zwangsumsiedlungen, 1 Million Kleinbauern verliert ihre Lebensgrundlage, Böden werden überfordert – wer widerspricht, erfährt die harte Hand der Regierung. So auch der äthiopische Umweltjournalist Argaw, der sich damit in Gefahr bringt.

Der schwedische Regisseur Joakim Demmer trifft für seinen Real-Thriller Investoren, Entwicklungsbürokraten, verfolgte Journalisten, kämpfende Umweltaktivisten und vertriebene Bauern. „Er zeichnet ein groteskes Bild von globalen Investoren als heiliger Kuh neoliberaler Entwicklungspolitik. Und er erzählt von einer Tragödie.« [Schwäbische Zeitung]

Veranstaltet von JUMA-Film und Attac Rosenheim. Eintritt frei. Spenden sind gern gesehen.

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Mi., 16. Mai 2018, 19 Uhr: Elektro-Pkw als Teil der Krise der aktuellen Mobilität. Oder: Die Notwendigkeit einer umfassenden Verkehrswende. Vortrag und Diskussion mit Dr. Winfried Wolf.

Im Mail-Keller, großer Saal. Rosenheim, Schmettererstraße 20.

Eine Veranstaltung von isw e.V. und attac Rosenheim.

Winfried Wolf, der bekannte Verkehrsexperte, befasst sich unter dem Eindruck des Dieselskandals und der hektischen Aktivitäten zur Elektro-Mobilität mit der komplexen Materie der Reformen in der Automobilindustrie und den sich abzeichnenden Notwendigkeiten einer umfassenden Verkehrswende.

Die Automobilindustrie versucht mit der Elektromobilität eine Vitalisierung des Autos als Ausdruck von Wohlstandswachstum. Der Beitrag des Elektro-PKW zur Entschärfung der Klimakrise und der Luftverschmutzung ist aber kritisch zu hinterfragen.

Wolf geht es um die Skizzierung eines Auswegs aus einer jahrzehntelang dominierenden Verkehrspolitik, die uns an den Rand einer mehrfachen Katastrophe gebracht hat.

  • Straßen- und Luftverkehr sind zunehmend der entscheidende Treiber der Klimaerwärmung.
  • Die Klimaziele im Verkehrsbereich sind auch über einen zunehmenden Anteil an Elektro-Pkw nicht zu erreichen.
  • Das Elektro-Auto in seiner jetzigen Auslegung trägt nicht zur Entschärfung der Klimakrise bei.
  • Die Elektromobilisierung des Autoverkehrs ist keine geeignete Maßnahme, um die lebensbedrohlichen Luftverunreinigungen und verkehrstechnisch bedingten Lebenseinschränkungen in den Städten zurückzudrängen.
  • Das Umswitchen auf Elektromobilität und eine Erhöhung des Anteils von Elektro-Pkw am Automobilverkehr leistet nicht den propagierten Beitrag für die Energiewende.
  • Die bestehende Verkehrsmarktordung, die massiv die Verkehrsarten Luftverkehr, Straßenverkehr und Schifffahrt fördert, ist neu zu ordnen.
  • Das Ziel ist eine grundsätzliche Wende der Verkehrspolitik.

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Samstag, 7.4.2018
11-17 Uhr : Klausur von Attac Rosenheim.
11 Uhr Offizieller Beginn, ab 13:00 Uhr:
Inhaltlicher Teil zum Thema:

"E-mobilität  und Energiewandel - verändert sich die Verkehrsstruktur? Wie ist die CO2-Bilanz?"

Referenten: Willy Sabautzki, Franz Garnreiter (Attac Rosenheim).

Das Automobil erlebt mit der Elektromobilität  eine Vitalisierung als Ausdruck von Wohlstandswachstum. Doch der Beitrag von Elektro-Autos zur Entschärfung der Klimakrise und zur Luftverbesserung bleibt kritisch zu hinterfragen.

Eine  jahrzehntelang vorherrschende Verkehrspolitik, die nahezu uneingeschränkt den motorisierten Individualverkehr förderte, hat uns an den Rand einer doppelten Katastrophe gebracht. Unsere Thesen:

  • Straßen- und auch Luftverkehr sind entscheidende Treiber der Klimaerwärmung
  • Die Klimaziele im Verkehrsbereich sind auch durch zunehmende Elektromobilität nicht zu erreichen
  • Das Elektro-Auto in seiner jetzigen Auslegung trägt nicht zur Entschärfung der Klimakrise bei
  • Sein Beitrag für die Energiewende ist gering
  • Das Ziel muss eine grundsätzliche und umfassende Verkehrswende sein.

Dazu laden wir zum Gespräch ein.

Im "Z" Rosenheim, Innstr. 45a. Eintritt frei. Spenden willkommen. 

Montag, 5. März 2018:

"Die EU - entzaubert"
Buchpräsentation bei Attac Rosenheim


Attac Rosenheim lädt ein zur Präsentation des Sachbuches "Entzauberte  Union". Am Montag, dem 5. März, um 19.30 Uhr, stellen zwei der  Autorinnen ihr Buch im Rosenheimer "Z" vor, in der Innstr. 45a. Lisa  Mittendrein und Julianna Fehlinger beschäftigen sich in ihrem Buch mit  der Frage: "Warum die EU nicht zu retten und ein Austritt keine Lösung  ist."
 
 Ihre These ist, dass die Europäische Union in der tiefsten  Krise seit ihrem Bestehen steckt, angesichts Rekordarmut in Südeuropa,  Militär gegen Flüchtende und dem Brexit am Horizont. Sie fragen, ob die  EU überhaupt das Potenzial hat, jenes „soziale und demokratische Europa“  zu werden, das seit Jahrzehnten als politisches Idealbild präsentiert  wird. Um Antworten darauf zu finden sei es nötig, viele "unserer"  liebgewonnenen EU-Bilder zu entzaubern. Denn eigentlich sei die EU ein  Raum verschärfter Konkurrenz – sowohl zwischen den EU-Staaten als auch  auf globaler Ebene. So kommt die Frage auf: "Falls die EU nicht zu  retten und auch eine Rückkehr zum Nationalstaat keine Lösung ist – was  dann?"
 
 Nach der Vorstellung des Buchs, herausgegeben von Attac Österreich, wird Gelegenheit zur Diskussion sein.
 
 Zu den ReferentInnen:
 Lisa Mittendrein ist Soziologin und Sozioökonomin. Sie arbeitet bei Attac zu Eurokrise, Finanzmärkte und Steuern.
 Julianna Fehlinger ist in der Bewegung für Ernährungssouveränität  und bei Attac aktiv. Sie arbeitet für die Österreichische Berg- und  Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV-Via Campesina Austria).
 
 Das Buch ist erschienen beim Mandelbaum Verlag, edition Kritik & Utopie: weitere Angaben hier:
 https://www.attac.at/events/buch-entzauberte-union.html

 

14.12.17, 20 Uhr, Vortrag von Andreas Salomon:

100 Jahre Räterepublik - 1918-2018 - Geschehnisse und Bedeutung heute

Der Referent wird den Ursachen der Novemberrevolution 1918/1919  in Deutschland nachspüren, die Geschehnisse während der Revolution  nachvollziehen sowie sich auf die Münchner Räterepublik konzentrieren.  Danach wird der Blick auf Rosenheim und vor allem Kolbermoor geworfen.  Abschließend wird die Bedeutung der Räterepublik heute untersucht.

Veranstalter: Attac Rosenheim + GEW Kreisverband Rosenheim.
Unterstützt von den Gruppen im "Z".

Eintritt frei. Im "Z", dem "Linken Zentrum in Selbstverwaltung", Innstr. 45a, 83022 Rosenheim.

 

So., 5. November 2017, 19.30 Uhr, im "Z", Innstr. 45a:

In der Reihe "Der politische Film" zeigen Attac Rosenheim und JUMA-Film den belgischen Spielfilm (2014): "Zwei Tage, eine Nacht".

Gerade erst hat die Arbeiterin Sandra ihre Depression überwunden. Plötzlich droht ihr die Kündigung. Die junge Mutter hat ein Wochenende, "Zwei Tage und eine Nacht", um ihre Kollegen zu überreden, auf ihre begehrten Bonuszahlungen zu verzichten, damit sie selbst ihren Job behalten kann…

Egoismus oder Nächstenliebe? Ein Spielfilm der Belgier Jean-Pierre und Luc Dardenne (L‘ENFANT) mit der Oscar-Gewinnerin Marion Cotillard (DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN). Seit den 1990er Jahren untersuchen die beiden Filmemacher den Zustand der mitteleuropäischen Gesellschaften am Beispiel ihrer Heimatstadt Seraing (ca. 60.000 Einwohner). Die Filme vereinen Filmkunst und Sozialphilosophie und wurden bei allen wichtigen Filmfestivals ausgezeichnet.

"Sandra oder Bonus? Treffender kann man die wirtschaftliche Krise kaum aufs Menschliche herunterbrechen. Eine überwältigende Wirkung." (Die Zeit)

"Der Film braucht keinerlei Extreme mehr, um die ganz großen Fragen zum alltäglichen Druck im Kapitalismus zu stellen." (SZ)

„Mit präzisen Beobachtungen und überzeugenden Darstellern fächern die Dardennes eine breite Palette urbaner Lebensentwürfe auf. Der Film macht die unterschiedlichen Erscheinungsformen des inneren Schweinehundes sichtbar. Aber selbst diejenigen, die sich gegen Sandra entscheiden, behalten dabei ihre Würde.“ (epd Film)

"Arbeitnehmer werden mit den Härten des Neoliberalismus konfrontiert. Marion Cotillard brilliert als Angestellte in Existenznot.“ (Der Spiegel)

"Man sieht klarer, wie der Kapitalismus das Verhalten formt.“ (FAZ)

 

"Näher als Marion Cotillard hat bei diesem Festival keine Figur ihre Zuschauer an sich gezogen.“ (Welt online)

„Souverän, schnörkellos und spannend… Das Motto der Dardennes lautet einmal mehr: Maximaler Minimalismus. Die dramaturgische Bilanz: Stimmig. Präzise. Bewegend.“ (PROGRAMMKINO.de)

Marion Cotillard wurde bei den Oscars 2015 als beste Hauptdarstellerin nominiert. Bei den British Academy Film Awards 2015, der César-Verleihung 2015 und den Satellite Awards 2014 gab es jeweils eine Nominierung als bester fremdsprachiger bzw. ausländischer Film. Insgesamt gewann der Film 37 Preise und wurde weitere 73-mal nominiert.

Seite des Verleihs:

http://www.alamodefilm.de/medium/detail/zwei-tage-eine-nacht.html

Hier sind ausführlichere Kritiken und Fotos.

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Do., 12. Oktober 2017; 19.30 Uhr, im "Z", Innstr. 45a: Lesung und Gespräch mit Leonhard F. Seidl, aus seinem neuen (Kriminal-) Roman "Fronten", erschienen im August 2017.

 Hier die Presseinfo:

"Fronten" - Krimilesung und Gespräch mit Leonhard F. Seidl

Am Donnerstag, dem 12. Oktober, kommt der Schriftsteller Leonhard F.
Seidl nach Rosenheim und liest aus seinem aktuellen Krimi „Fronten“.
 
Das Buch, erschienen bei Edition Nautilus, ist ein Kriminalroman nach
einem wahren Fall: Ein bosnischer Waffensammler läuft Amok, ein
»Reichsbürger« sinnt auf Rache und eine muslimische Ärztin gerät
zwischen die Fronten.
 
Die kurdische Ärztin Roja Özen ist vorbildlich integriert in der
oberbayerischen Kleinstadt Auffing. Doch dann erschießt der Bosnier
Ayyub Zlatar, als Kind aus Srebrenica geflohen, auf der Wache drei
Polizisten – und verschont die anwesende Roja. Alles sieht nach einem
Anschlag des IS aus. Roja wird als Komplizin verdächtigt, verliert
Patienten, Mann und Freunde.

Markus Keilhofer, aufgewachsen bei seinen Großeltern, fanatischen
»Reichsbürgern«, will Muslime für das Blutbad büßen lassen. Als er
bewaffnet in eine Moschee stürmt, stellt Roja sich ihm in den Weg …
 

Geschickt verknüpft Seidl die Lebenswege der drei Protagonisten
miteinander, die in einem packenden Finale aufeinandertreffen. Ein
hochaktueller Kriminalroman über Rassismus und Fanatismus in einer
Gesellschaft voller Angst und über den Mut, sich dem entgegenzustellen.
 

"Fronten" ist inspiriert von einem wahren Fall aus dem Jahr 1988. Im
oberbayerischen Dorfen erschoss ein Mann aus Jugoslawien drei
Polizisten, was eine Welle fremdenfeindlicher Reaktionen auslöste. Bis
heute hält das Landratsamt Erding Schriftstücke über den Fall unter
Verschluss.
 
Die Lesung mit anschließendem Gespräch beginnt um 19:30 Uhr im
Rosenheimer linken Zentrum "Z" (Innstraße 45a). Der Eintritt ist frei.
Veranstaltet wird der Abend von der Rosenheimer Gruppe des Netzwerks
attac, unterstützt von der DKP und der Rosenheimer Bibliothek_A.
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 Stimmen zum Buch:
 
 ==> KRIMI der Woche: „Wenn Reichsbürger und Amokläufer um sich schießen“
 

„Fronten“ erliegt dabei genau dem nicht, woran Journalismus, woran die
Öffentlichkeit sogenannter sozialer Medien gegenwärtig ganz besonders
krankt. „Fronten“ festigt keine Fronten. Spricht niemanden frei,
niemanden schuldig. Zeigt, was woher kommt in der Gesellschaft und wohin

es führt … Die Vergangenheit mag nicht vergehen, ohne den Versuch
zumindest, sie zu verstehen, wird sie sich immer wieder wiederholen.“
Elmar Krekeler, DIE WELT, 23.08.2017
 
  ==> „Fronten" ist der Roman zur politischen Situation heute – von wegen
Littérature engagée ist überflüssig. Sie ist notwendiger denn je, und
Leonhard F. Seidl ist ihr Protagonist.“
Thomas Wörtche

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Zum Autor:

Leonhard F. Seidl, geboren 1976 in München, ist Schriftsteller und
Sozialarbeiter. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u.a.

für seine Arbeit »Beschriebene Blätter – kreatives Schreiben mit straffälligen Jugendlichen«, wofür er freiwillig im Knast saß. Für "Fronten" bekam Seidl mehrere Stipendien, u. a. war er Stipendiat der Romanwerkstatt Literaturforum im Brecht-Haus sowie der Bayerischen Akademie des Schreibens im Literaturhaus München. Mit dem Roman "Mutterkorn" (Kulturmaschinen, 2011) debütierte er, darauf folgten die Kriminalromane "Genagelt" (Emons, 2014) und "Viecher" (Emons, 2015). Mitglied im PEN.   ---------------------  Web:

textartelier.de - Seite des Autors

www.edition-nautilus.de/programm/belletristik/buch-978-3-96054-051-9.html --  Seite des Verlags

z-rosenheim.org -- Seite des Veranstaltungsortes

bibliotheka.blogsport.de -- Seite der mitveranstaltenden Gruppe

 

Fr., 30. Juni 2017: Ehrenamtstag an der FOS/BOS Rosenheim. Interne Schulveranstaltung.

Wir präsentieren uns dort, zusammen mit vielen anderen gemeinnützigen Vereinen, den Vormittag über.

Di., 16. Mai 17, 19.30 Uhr: Vortrag und Workshop zum Thema Arbeitszeitverkürzung:

Ökonomie und ArbeitFairTeilen - zwei Themen, die untrennbar zusammen gehören. Veranstalter: Attac Rosenheim.

Welche ökonomischen Auswirkungen hätte die Einführung einer neuen Vollzeitarbeitszeit von 30 Stunden in der Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich auf die sozialen Sicherungssysteme, die öffentliche Daseinsvorsorge, die Binnenwirtschaft und die individuelle Ökonomie der Bürger*innen?

Woher nehmen wir das Geld und wohin soll es fließen?

Im Workshop werden wir uns auch mit der ökonomischen Dimension der Integration von Menschen, die vor Hunger und Krieg geflüchtet sind, befassen.

Im "Z" Rosenheim, Innstr. 45a.

Referentin: Michaela Amiri, Koordinatorin der Attac-Bundesarbeitsgruppe ArbeitFairTeilen

http://www.attac-netzwerk.de/ag-arbeitfairteilen/

http://arbeitszeitverkuerzung-jetzt.de/

 

Fr., 12. Mai, "Fest der Demokratie", Max-Josefs-Platz, ab 16 Uhr. Veranstalter: viele Gruppen + Personen; Attac RO ist dabei, auch mit Infostand.

Sa., 6. Mai, Fahrraddemo "Critical Mass", Ludwigsplatz: 11.55 Uhr. Keine Veranstalter bekannt.

Mo., 1. Mai, "Tag der ArbeiterInnenbewegung", Gewerkschaftshaus Brixstraße: 9 Uhr Demo; 10 Uhr Kundgebung, mit Infostand von Attac RO. Veranstalter: DGB.

Do., 20.4.17: Vortrag von Franz Garnreiter, ISW München und Attac RO:

"Globale Vermögens- und Einkommensverteilung". Im "Z" Rosenheim, 19 Uhr.

Samstag, 11.2.17: Klausur - unser jährliches Ganztages-Treffen.

Ab 9 Uhr Frühstück, ab 10 Uhr beginnt die inhaltliche Arbeit. Im "Z" Rosenheim. Ende ca. 17/18 Uhr.

Themen: "Faire Stadt Rosenheim", "Bundestagswahl", "CETA", "Bilanz und Pläne".

Donnerstag, 20.10.16, 19.00 Uhr:

Vortrag mit Gespräch: "Auf der Flucht – Fluchtursachen und Alternativen", von und mit Walter Listl (ISW - Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung München e.V. - www.isw-muenchen.de ).

Im "Z" Rosenheim, Innstr. 45a.

Eine neue Völkerwanderung aus dem Süden in den Norden hat begonnen und wird auch mit Obergrenzen und Stacheldraht nicht aufzuhalten sein. Die Fluchtursachen Krieg, Armut, Unterdrückung und Umweltkatastrophe lassen sich in einem Begriff zusammenfassen: Der globale Kapitalismus. So wie das globale Kapital wie selbstverständlich für sich das Recht reklamiert, dorthin zu gehen, wo es sich am besten verwertet, so ist es das natürliche Recht der Menschen, dorthin zu gehen, wo sie ein menschliches Leben erhoffen. Was sind alternative, linke Positionen zu diesem Thema und Vorschläge zur Lösung dieser Probleme?

Veranstalter: Attac Rosenheim in Kooperation mit dem Initiativkreis Migration Rosenheim. Veranstaltungsort: Das „Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung“, Innstr. 45a (Hinterhaus), Rosenheim. Eintritt frei, Spenden willkommen.

 

Sonntag, 16.10.16, 16.30 Uhr:
Stadtführung: "Jüdisches Leben in Rosenheim", von  und mit Maria Wolfarth. Treffpunkt 16.30 Uhr vor dem Lokschuppen  Rosenheim.

Wir erleben heute vielfältige  Ausgrenzungen, nicht nur jüdischer Mitmenschen. Daher möchte Attac  Rosenheim mit einem Blick in die Geschichte das Auge für die Gegenwart  schärfen.

Ab wann gab es jüdisches Leben in der Region? Wie und wo haben jüdische Mitbürger*innen gelebt? Im Vergleich zu anderen oberbayerischen Städten war ihre Zahl in Rosenheim, ab dem 19. Jahrhundert, relativ groß. Welche Berufe hatten sie, wie waren sie  organisiert und welche Erinnerungen gibt es an sie? Welche Schicksale  gab es vor und unter dem NS-Regime in Rosenheim? Eine Stadtführung von  und mit Maria Wolfarth, die sich mit diesen Fragen beschäftigt, veranstaltet Attac Rosenheim am 16. Oktober.

Die ältesten verbürgten Nachrichten über  jüdische Siedler stammen aus dem 10. Jahrhundert. Die Führung gibt  einen kurzen Überblick über die weitere Entwicklung im Mittelalter, bis  hin zu den ersten Neuansiedlungen Ende des 19. Jahrhunderts. Um nur einige Namen zu nennen: Die  Familien Kohn, Fichtmann oder Rosalie Obernreit werden uns am  Max-Josef-Platz begegnen, andere Familien, wie die Westheimers oder die  Fischers, waren am Ludwigsplatz beheimatet. Das bewegende Tagebuch von Elisabeth  Block sowie ein in Rosenheim weitgehend unbekanntes Camp, das nach 1946  überlebende Waisenkinder des Holocaust beherbergte, sind weitere Themen.

Treffpunkt 16.30 Uhr vor dem Lokschuppen  Rosenheim. Teilnehmen kann jede/r mit Interesse am Thema.  Anschließend ist ein kleiner "Imbiß/Umtrunk" mit Gedankenaustausch geplant.

VeranstalterIn: Attac Rosenheim. Eintritt frei, Spenden willkommen.

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Montag, 3.10.16, 19.30 Uhr:
Spielfilm: "Die Strategie der Schnecke". Im "Z" Rosenheim, Innstr. 45a.

Eine kolumbianische Tragikomödie aus dem Jahr 1993, Regie: Sergio Cabrera. Im Altstadtviertel der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá soll ein Haus geräumt und seine Bewohner auf die Straße gesetzt  werden. Doch diese bunte Schar will die Räumung nicht widerstandslos hinnehmen... „Eine sympathische Vision vom Triumph des Gemeinsinns über den Pragmatismus der Macht" (Lexikon des Internationalen Films). 115 Min., OmU.

Veranstaltungsort: Das „Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung“, Innstr. 45a (Hinterhaus), Rosenheim. Eintritt frei, Spenden willkommen.
VeranstalterIn: Attac Rosenheim.

Bilder zum Film:

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http://media.kika-dresden.de/filmbilder_gross/795/Strategie_der_Schnecke-1.jpg

http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf38/b9638034/w964.jpg

 

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