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Archiv der Regionalgruppe Rosenheim


Wir arbeiten derzeit daran, hier ein Archiv unserer Aktivitäten aufzubauen. Schaut hier bei Interesse gerne bald wieder einmal vorbei; wir befüllen die Seite nach und nach.


Wie befreien wir uns vom Wachstumszwang? Wie geht Nachhaltigkeit? Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Fritz Reheis vom Donnerstag, 22.09.2022 um 19:00 Uhr

Prof. Dr. Fritz Reheis
Prof. Dr. Fritz Reheis (Foto Weissbach)

»Schneller, höher, weiter!« Das ist das Mantra des Fortschritts in dieser Gesellschaft, der allerdings, wie wir immer direkter erfahren, zunehmend zerstörerisch wirkt.

Prof. Dr. Fritz Reheis, aktiv bei attac Bamberg, hat wesentlich den Begriff und das Konzept der Entschleunigung mit geprägt. Er stellt die Frage nach der Alternative: Was ist Nachhaltigkeit? Wie geht sie? Wer macht sie? Wer ist davon wie betroffen?

Wir kaufen ein, wo es am billigsten ist, und verkaufen, wo der größte Profit winkt. Die Widersprüche zwischen ökonomischer Rationalität und ökologischen Grenzen sind unübersehbar. Und je enger die ökologische Nische für das Leben im Wohlstand wird, desto lauter wird der Ruf nach seiner militärischen Absicherung.

Als Leitbild für die Neuorientierung ist der Begriff der »Nachhaltigkeit« populär geworden, allerdings längst zur Marketing-Floskel verkommen. Wer aber den Begriff ernst nimmt, der muss begreifen: Der Kern der Nachhaltigkeit besteht in der Wiederholbarkeit.

Ökologische Nachhaltigkeit erfordert eine Ökonomie, deren Handlungen auf Dauer wiederholbar sind, statt die Naturvorräte zu leeren. Aber auch der Umgang mit anderen Menschen, die Soziale Nachhaltigkeit, beruht auf Kreisläufen, auf wechselseitigem Geben und Nehmen. Die Formel »Zeit ist Geld« führt uns in die Irre.

Über diese Themen haben wir am 22. September 2022 mit Fritz Reheis und unseren Gästen diskutiert. Der Vortrag konstruierte gegen das perspektivlose »Weiter so« eine alternative Vision – eine Vision, die mit guten Gründen beanspruchen kann, konservativ und revolutionär zugleich zu sein.

Demonstration: Rosenheim gegen Armut Demonstration in Rosenheim vom 17.09.2022

Logo: Rosenheim gegen Armut

Unser Attac Regionalgruppe Rosenheim unterstützt den Aufruf "Rosenheim gegen Armut".

Daher haben wir für den Samstag, 17.09.2022, 11:55 Uhr startend im Salingarten zu einer Demonstration aufgerufen und uns beiteiligt - denn: Die Preise steigen und steigen und gleichzeitig machen Konzerne Milliardengewinne. Das zahlen wir alle und das wird so weiter gehen – wenn wir uns nicht wehren. Deswegen gehen wir auf die Straße und sagen: Es reicht! Die Politik muss endlich handeln und uns unterstützen, denn wir können uns den Alltag nicht mehr leisten.
 
Am 17. September demonstrierten wir in Rosenheim für höhere Löhne, höhere Renten, höheres BaföG und höhere Sozialleistungen. Die Teuerung muss ausgeglichen werden, damit wir nicht verarmen!

Infoveranstaltung: "Die Entwicklung der Arbeit" mit Wolfgang Veiglhuber Infoveranstaltung vom Donnerstag, 19. Mai 2022

Zum Donnerstag, 19.05.2022, hat Attac Rosenheim zu Vortrag und Diskussion zum Thema "Die Entwicklung der Arbeit" eingeladen von und mit Wolfgang Veiglhuber eingeladen.

Wolfgang Veiglhuber, seit 1980 Mitarbeiter in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit, untersucht, wie sich "Arbeit" in den letzten Jahren entwickelt hat (Stichworte: Indirekte Steuerung, Prekarisierung, Entgrenzung, Überlastung, Burnout, Pandemie) und entwickeln wird (Stichworte: Industrie 4.0, Digitalisierung). Er fragt und wir wollen mit Euch diskutieren, wie emanzipatorisch gesinnte Menschen damit umgehen sollen - denn:

Nicht erst seit der Corona-Krise wird über Digitalisierung, Industrie 4.0 und die zukünftige Entwicklung von Arbeit diskutiert. Ganz unterschiedliche Prognosen erreichen uns aus Politik und Wissenschaft. Verfolgt man die öffentliche Debatte, so scheint die Digitalisierung – häufig als das Zukunftsthema neben dem Klimawandel benannt – wie ein Naturereignis über die Menschen zu kommen. Ob man wolle oder nicht, man habe sich dieser Entwicklung zu unterwerfen, Chancen und Risiken auszuloten und vor allem die Digitalisierung der Arbeit als gemeinsames Zukunftsprojekt, ja geradezu als Gemeinschaftswerk der Nation zu begreifen.

In einer Infoveranstaltung am 19.05.2022 haben unser Referent Wolfgang Veiglhuber und wir uns kritisch mit der oben zitierten Ausgangsthese beschäftigt und die Ziele und Zwecke dieser Entwicklung ins Auge gefasst.

Im Einzelnen wurden folgende Gesichtspunkte behandelt: 

  • Was ist genau gemeint, wenn von „Arbeit“ gesprochen wird?
  • Ziele und Zwecke der Digitalisierung
  • Rolle der Arbeit in dieser Entwicklung
  • Stimmt die These vom objektiven Sachzwang?
  • Ist die Digitalisierung als Gemeinschaftswerk der gesamten Gesellschaft zu verstehen?
  • Wie sollen wir umgehen mit all diesen Entwicklungen? 

Unser Rerefent Wolfgang Veiglhuber ist seit 1980 Mitarbeiter in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit. Er hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Politikwissenschaft, Soziologie, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie an der Stiftungsfachhochschule München Sozialpädagogik studiert. Von 1980 bis 2018 übte er eine hauptamtliche Tätigkeit für unterschiedliche gewerkschaftliche Bereiche in München und Bayern aus; seither verfolgt er Seminar- und Vortragstätigkeit.

1. Mai: "geMAInsam Zukunft gestalten" 2022 Demonstration, Kundgebung und Kinderfest zum 01. Mai 2002

1. Mai 2022 in Rosenheim

Zum 1. Mai, Tag der Arbeit, haben wir auch 2022 gemeinsam mit vielen Bündnispartner*innen zur Demonstration und Kundgebung in Rosenheim aufgerufen: Gemeinsam sind wir auf die Straße gegangen, für Frieden und Solidarität!

Bei der Kundgebung sprachen Nicole Simons vom Bundesvorstand der IG Bau sowie Vertreter*innen von Fridays for Future und der Gewerkschaftsjugend. Die Musik machten The Ukelites und wir waren mit einem Infostand vertreten. Beim Kinderfest waren Dosenwerfen, Entenanglen, Popcornmaschine, kleine Gewinne, ein Eisgutschein und vieles mehr geboten.

"Wer rettet wen? Reloaded. Ein Film von unten" Filmvorführung vom 03. April 2022

Im Rahmen der Reihe "Der politische Film" des Z - Linkes Zentrum in Selbstverwaltung in Rosenheim hat Attac Rosenheim am Sonntag, 03. April 2022, den Film "Wer rettet wen? Reloaded. Ein Film von unten" von Leslie Frank und Herdolor Lorenz aus 2020 gezeigt.

 

Zum Film:

Es hagelt wieder Rettungsschirme, es wird mit Billionen gerettet. Doch kaum einer mag sich heute die Frage stellen, wer in der Finanzkrise mit Unsummen gerettet wurde - und was aus diesen Erfahrungen für jetzt zu erwarten ist. "Wer seine Geschichte nicht kennt, ist verdammt, sie als Tragödie zu erleiden." Diesem Leitsatz folgend, haben Leslie Frank und Herdolor Lorenz ihren Film "Wer rettet wen?" neu aufgearbeitet und mit Beiträgen, Infos und Fragen der aktuellen Krise verbunden.

Kundgebung "Gemeinsam Flagge zeigen" Kundgebung vom 24.01.2022 am Rosenheimer Ludwigsplatz

Attac Rosenheim ist Mitglied des Bündnisses "Rückenwind Gesundheitspersonal", einer "Bewegung, die Menschen in Gesundheitsberufen den Rücken stärken will. Diese sorgen mit einem enormen Einsatz dafür, dass Menschen in Pandemiezeiten in zum Teil lebensbedrohlichen Situationen behandelt werden können - wir setzen ein Zeichen der Solidarität mit diesen Personen!

Wir halten uns an die staatlichen Coronamaßnahmen und schützen uns und andere durch Impfung.

Wir achten Menschen, die anders denken, warnen aber davor, sich Gruppen anzuschließen, die unseren Staat als Corona-Diktatur bezeichen, Verschwörungstheorien verbreiten und das Thema für rechtsextremes Gedankengut missbrauchen."

Gemeinsam mit dem Bündnis "Rückenwind Gesundheitspersonal" haben wir anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit für den 20. Februar 2022 zu einer Menschen-Bänder-Kette der stillen Mehrheut unter dem Motte "Solidarität zeigen" aufgerufen - vom Romed-Klinikum bis zum Rathaus in Rosenheim.

Wir laden weiterhin herzlich zur Unterzeichnung der Erklärung des Bündnisses ein.


Im Folgenden bauen wir unser Archiv sukzessive aus - schaut gerne mal wieder vorbei!